
Choreografik
Wie lässt sich Bewegung in einem statischen Medium sichtbar machen?
Ein visuelles Magazin über modernes Ballett, Bewegung und Sprache
Ein experimentelles Magazin, das untersucht, wie sich moderne Ballettgesten visuell übersetzen lassen. Fotografische Bewegungsstudien, handschriftliche Typografie und analoge Drucktechniken erzeugen eine gestalterische Sprache des Tanzes. Die Taube als gedrucktes Symbol für Leichtigkeit zieht sich als wiederkehrendes Motiv durch die Publikation. Das Projekt verbindet dokumentarische Beobachtung mit experimenteller Gestaltung.

Das Endprodukt besteht aus zwei Arbeiten. Das große Heft ist ein rein fotografisches Bildmagazin, in dem die Fotografien ohne begleitende Texte ihre volle Wirkung entfalten können. Die Texte befinden sich in einem separaten, kleinen Büchlein mit einem Leineneinband, auf dem ein selbst angefertigtes Tütü angebracht ist. Ähnlich wie bei einem Museumsbesuch können die Texte begleitend gelesen werden und bieten zusätzliche Informationen sowie Hintergrundwissen, ohne den visuellen Eindruck des Bildmagazins zu unterbrechen.

Taube als Symb0l für Leichtigkeit und Bewegung im Ballett
Ein wiederkehrendes Motiv im Magazin ist die Taube – ein aus Papier geschnittenes und anschließend mit Farbe gestempeltes Element. Durch den manuellen Druck entsteht eine unregelmäßige Textur, bei der die Farbe nicht überall haftet. Dieser Effekt unterstreicht die Idee von Leichtigkeit und Bewegung, die das Ballett prägt.


Opernpublikum
Einblick in einen historischen Kulturort
Wie schafft Gestaltung einen neuen Blick auf einen historischen Kulturort?
Fotografische Dokumentation der Deutschen Oper am Rhein – mit einem Blick für Spuren, Raum und Publikum. Die Broschüre verbindet atmosphärische Fotografie mit einer materialorientierten Gestaltung (französische Fadenheftung).
Die Oper im Spannungsfeld zwischen Erhalt und Abriss. Stimmen des Publikums werden mit anonymisierten Fußfotografien kombiniert, um Atmosphäre und gesellschaftliche Debatten sichtbar zu machen. Typografie und Roséfarbigkeit orientieren sich an der Architektur des Opernhauses. Die Broschüre nutzt französische Bindung als ruhiges, elegantes Medium.

Rosé als Hauptfarbe für Überschriften und Texte
Für die Überschriften und ausgewählte Texte entschied ich mich bewusst für einen Roséton. Die Farbwahl orientiert sich an der Farbgestaltung des Opernhauses. Dadurch entsteht eine visuelle Verbindung zwischen dem Gestaltungskonzept der Publikation und dem Ort, an dem die Fotografien entstanden ist. Gleichzeitig verleiht die Farbe dem Layout eine ruhige, elegante Wirkung und unterstreicht die Atmosphäre des Balletts sowie des Opernhauses.


Füße von Gästen mit Zitaten
Während meines Arbeitseinsatzes in der Oper sammelte ich Aussagen und Gesprächsfetzen, die ich von den Gästen aufschnappen konnte. Diese Zitate kombinierte ich mit Fotografien, die ausschließlich die Füße der Besucher:innen zeigen. Durch diese bewusste Bildauswahl bleibt die Anonymität der Personen gewahrt, während die Verbindung von Bild und Text einen authentischen Einblick in die Atmosphäre und die Stimmen des Opernpublikums vermittelt:
kritisch
humorvoll
zum nachdenken erregend

Medium: Broschüre
mit französischer Bindung




Fallende Blätter
Editorial-System für botanische Inhalte
Das Projekt untersucht, wie botanische Informationen in ein ästhetisches, poetisches und zugleich informatives Editorial-System übersetzt werden können.
Ein Editorial-System über acht Baumarten, das Fotografie, Poesie und Infografik verbindet. Auffaltbare Broschüren wechseln zwischen visueller und informativer Ebene und lassen sich zu Postern entfalten. Ein Holzschuber betont die Materialität und die Nähe zur Natur. Die Gestaltung kombiniert botanisches Wissen mit poetischer Bildsprache.


Gedichte zu acht Bäumen
als Informationsvermittler



dokumentarische
Fotografie
nach August Sander
Menschen des 21. Jahrhunderts
Wie wird Identität heute sichtbar?
Fotografische Porträts in Anlehnung an August Sanders dokumentarische Bildsprache. Menschen werden in ihren beruflichen und sozialen Umgebungen gezeigt, um heutige Identitätsformen sichtbar zu machen. Die nüchterne, präzise Ästhetik betont Haltung, Tätigkeit und gesellschaftliche Rollen.
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August Sander - Menschen des 20. Jahrhunderts
August Sander porträtierte die Gesellschaft der Weimarer Republik mit einer nüchternen, präzisen Bildsprache. Sein Projekt Menschen des 20. Jahrhunderts zeigt Menschen in ihren sozialen Rollen — ein fotografisches Panorama, das bis heute als eines der wichtigsten Dokumente deutscher Geschichte gilt.






Informationsbroschüre
zum Alltagsgegenstand
Das kleine Scheren ABC
Eine typologische und kulturhistorische Untersuchung der Schere als Alltagsobjekt. Illustrationen, Klassifizierungen und kurze Texte bilden ein kompaktes Informationsformat. Die nostalgische Mehrzweckschere dient als Ausgangspunkt für eine gestalterische Auseinandersetzung mit Materialität, Funktion und Mythologie.

Dies ist meine Schere, die an einem Nagel in meinem Zimmer hängt. Ein alltäglicher und in jeden Haushalt vorzufindender Gebrauchsgegenstand, nur dass sich diese Schere von herkömmlichen unterscheidet: Sie kann nicht nur schneiden, sondern auch mit ihren Zacken im Griff Nüsse knacken und Flaschen öffnen. Diese nostalgische Mehrzweckschere hat mir den Anlass gegeben, die Geschichte der Schere zu schreiben. Woher kommt sie? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Modelle voneinander? Was ist mit herkömmlichen Bräuchen und Traditionen?

C - Charakteristik der Schere

M - Mythologie der Schere


Holzskulpturen
Michael Blaschke
Fotografische Dokumentation der Holzskulpturen des Düsseldorfer Bildhauers Michael Blaschke. Die Bildsprache betont Textur, Licht und Volumen, um die handwerkliche Qualität und räumliche Präsenz der Werke sichtbar zu machen.


Post Privacy & Anonymität
Im digitalem Zeitalter
Distance Close Ups
Das Zeitalter der Digitalisierung bringt Phänomene wie Post Privacy hervor: Die Grenzen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit verschwimmen und verändern unser Fühlen und Handeln. Soziale Netzwerke kehren das Verhältnis von Nähe und Distanz um – Privates wird öffentlich, Fremde rücken uns näher als je zuvor.
„Distance Close Up“ thematisiert diesen Zustand anhand von Schwarz-Weiß-Fotografien eines nackten Körpers. Die dargestellte Person bleibt anonym, da ihre Identität im Schatten verschwindet. Einzelne Körperpartien werden durch gezieltes Licht hervorgehoben und erzeugen ein Spiel aus Licht und Schatten. Die Körperlichkeit wirkt zugleich haptisch und abstrakt: Nahaufnahmen, Bildausschnitte, Posen und starke Hell-Dunkel-Kontraste verwandeln den Körper in eine skulpturale Form.
So entsteht eine Bildserie, die zwischen Nähe und Distanz, Privatheit und Anonymität sowie dem Wunsch nach Entblößung und dem Bedürfnis, sich zu verbergen, oszilliert.


Stillleben Fotografie
"Tanz aus der Reihe"
Objekte werden so inszeniert, dass sie aus ihrer gewohnten Ordnung ausbrechen.
Experimentelle Stilllebenfotografie, die mit ungewöhnlichen Objektkombinationen spielt. Die Inszenierungen brechen bewusst aus Ordnungssystemen aus und erzeugen neue Bedeutungsräume. Komposition, Licht und Material stehen im Fokus

















































